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Der Digital Load Pass: Mehr als nur ein Etikett | Einblicke in die Zukunft der Ladesicherung

04. Aug. 25
6 Minuten Lesezeit

Die Logistikbranche steht vor einem Paradigmenwechsel. Angesichts steigender Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit rücken innovative Lösungen in den Fokus. Ein vielversprechender Ansatz ist der Digital Load Pass, der weit mehr als nur Informationen transportiert. Wir haben mit Sebastian Schmitt, Innovations- und Technologiemanager bei der Mosca GmbH, über die Entstehung, die Funktionsweise und das Potenzial dieser zukunftsweisenden Technologie gesprochen.

Die Idee für den inzwischen patentierten Digital Load Pass entstand, als ein Workshop zum digitalen Produktpass unerwartet hohe Kosten für eine Dienstleistung aufzeigte, die nach Ansicht des Teams um Sebastian Schmitt nur einen minimalen Mehrwert geboten hätte. „Da dachten wir uns: Eigentlich haben wir die Infrastruktur doch schon“, erinnert sich Schmitt. „Wir könnten die relevanten Informationen zu unseren Ladeeinheiten selbst mitliefern.“


So reifte die Idee, über die reine Informationsweitergabe hinauszugehen und einen echten Mehrwert zu schaffen – sowohl in Bezug auf die Sicherheit der Ladung als auch auf die Nachhaltigkeit. Der Digital Load Pass, der als QR-Code direkt auf der Ladeeinheit angebracht wird, ermöglicht es, eine Vielzahl relevanter Daten einfach und schnell abzurufen.

Sicherheit und Transparenz auf einen Blick


Ein Scan des QR-Codes führt den Nutzer direkt zu einer webbasierten Informationsseite. Hier finden sich nicht nur grundlegende Daten wie die Paletten-ID, sondern auch detaillierte Angaben zum verwendeten Verpackungsmaterial, beispielsweise die Art des Umreifungsbandes oder die Seriennummer der verwendeten Rolle. Besonders interessant wird es, wenn die Ladeeinheit zuvor im hauseigenen TechCenter getestet wurde. In diesem Fall ist ein direkter Link zum entsprechenden Testreport hinterlegt.


„Das ist vor allem für Behörden im Falle eines Unfalls relevant“, erklärt Schmitt. „Sie können dann nachvollziehen, wie wir die Ladeeinheit getestet und verpackt haben und ob die Regularien eingehalten wurden.“ Doch nicht nur im Schadensfall bietet der Digital Load Pass Vorteile. Er dient auch als Nachweis dafür, dass beim Versand alle notwendigen Schritte unternommen wurden, um eine sichere Verladung zu gewährleisten.

Ein Plus für die Umwelt


Doch der Digital Load Pass hat noch mehr zu bieten. In Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitssegment wird derzeit daran gearbeitet, auch Informationen zum CO2-Fußabdruck der jeweiligen Ladeeinheit zu integrieren. „Da wir den Umfang der Palette und den Verbrauch an Verpackungsmaterialien genau dokumentieren können, lässt sich der CO2-Fußabdruck pro Ladeeinheit sehr gut nachvollziehen“, so Schmitt. Diese Transparenz ist für Unternehmen, die Wert auf Nachhaltigkeitsberichte legen, von unschätzbarem Wert.

Benutzerfreundlichkeit im Fokus


Die Handhabung des Digitalen Load Passes ist denkbar einfach. Eine spezielle App ist nicht erforderlich – ein handelsübliches Smartphone mit Kamera genügt, um den QR-Code zu scannen und auf die Informationen zuzugreifen. Zukünftig soll es über ein Nutzerverwaltungssystem verschiedene Zugriffsebenen geben. Während anonyme Nutzer lediglich grundlegende Informationen erhalten, sollen eingeloggte Nutzer, beispielsweise Behörden oder Administratoren, detailliertere Einblicke bekommen.

Fazit


Der Digitale Load Pass ist mehr als nur eine digitale Visitenkarte für Ladeeinheiten. Er ist ein Instrument, das Sicherheit, Transparenz und Nachhaltigkeit in der Logistik auf ein neues Level hebt. Durch die einfache Zugänglichkeit relevanter Daten und die Möglichkeit, den CO2-Fußabdruck zu dokumentieren, bietet er einen echten Mehrwert für Unternehmen und die Umwelt gleichermaßen. Die Entwicklung steht zwar noch am Anfang, doch das Potenzial ist enorm. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese innovative Technologie in der Logistikbranche weiter etabliert.

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