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FAKTEN ÜBER BURUNDI (DEUTSCHLAND)

Fläche:
27.830 km² (360.000 km²)
Einwohner:
9 Mio. (82 Mio.)
Lebenserwartung:
48,5 Jahre (79 Jahre)
Ärzte pro 100.000 Einwohner:
3 (337)
Säuglingssterblichkeit:
60 von 1.000 (4 von 1.000)
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahre:
190 von 1.000 (5 von 1.000)
Einschulungsrate in der Grundschule:
60% (100%)
Kinder, die die 5. Klasse erreichen:
67% (100%)
Analphabeten:
41% (0,5%)

FAKTEN ÜBER WORLD VISION DEUTSCHLAND E.V.

Gegründet:
1979
Gesamtertrag 2013:
80,5 Million Euro
Aktuelle Projekte:
In 50 Ländern tätig
Entwicklungsarbeit:
Nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe
Vision und Werte:
Christliche Werte als Maßstäbe für das weltweite Netzwerk von World Vision. Zukunft für Kinder.
Internationale Arbeitsbeziehungen:
Weltgesundheits-organisation (WHO), UNICEF, Flüchtlingskomissariat (UNHCR), Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC)
Prominente Unterstützer:
Peter Maffay, Judith Rakers, Judy Bailey, Wolfgang Niedecken und viele weitere.

Mosca unterstützt World Vision e.V.

Wir machen uns stark für die Bildung in Cankuzo!

Seit 2011 unterstützt die Mosca GmbH zusammen mit World Vision ein Bildungsprojekt im Distrikt Cankuzo in der östlichen Tiefebene Burundis, einer der ärmsten Regionen des Landes. Mit dem Projekt will World Vision die Grundschulbildung und Lesemöglichkeiten der Kinder in Cankuzo verbessern.

„Dank der Unterstützung durch das Unternehmen Mosca sowie weiterer Förderer aus Deutschland konnte in den letzten Jahren schon viel erreicht werden: In enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Menschen vor Ort haben wir bereits in dem Dorf Gatete eine Grundschule mit sechs Klassenzimmern in zwei behindertengerechten Gebäudeblöcken, sanitäre Anlagen, ein Lehrerzimmer, Wohnblöcke für Lehrer sowie eine kleine Bibliothek errichtet und ausgestattet“, so World Vision.  

Die Schule bietet nun Platz für rund 500 Schüler und gilt als Vorzeigeobjekt in der ganzen Region. Außerdem konnten wir den Bau einer sogenannten Mehrgenerationenbibliothek mit zwei Lesesälen, einer Rezeption, einer Toilette und einem Lagerraum in Cankuzo realisieren. Die Bibliothek wird von Alt und Jung genutzt!

Ausgangslage

Burundi ist ein kleiner und dicht bevölkerter Binnenstaat in Ostafrika. Das Land zählt zu den ärmsten der Welt. die Geschichte Burundis ist von Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi geprägt. Ein Bürgerkrieg wütete ab 1994, doch trotz eines Friedensabkommens im Jahre 2000 flackerte die Gewalt auch danach immer wieder auf. Hunderttausende Menschen kamen ums Leben. Seit 2009 hat sich das Land stabilisiert, aber die Spuren des Krieges sind noch immer sichtbar - auch im Bildungssystem!

Viele Schulgebäude und wichtige Infrastruktur wurden zerstört und sind bis heute nicht wieder aufgebaut. Qualifizierte Lehrer sind damals geflüchtet und nie mehr zurückgekehrt.

Das wurde 2016 erreicht

Im letzten Jahr haben wir gemeinsam mit den Familien und der lokalen Regierung drei neue Klassenräume mit Latrinen an der Grundschule in Kinombe, einem Dorf in Cankuzo, gebaut. Jetzt haben 199 Kinder einen sicheren und sauberen Ort, wo sie lernen können. Außerdem können die Lehrer besser mit den Schülern arbeiten, da sich nicht mehr so viele Kinder in einen Raum zwängen müssen. Durch die neuen Toiletten und Handwaschbecken werden Krankheiten vermieden, die sich z.B. durch verschmutztes Wasser ausbreiten. So können sich die Kinder besser auf das Lernen konzentrieren. Des Weiteren nahmen in diesem Jahr mehr als 5000 Kinder an Lesecamps teil (3000 Kinder mehr als im letzten Jahr), in denen ihnen die Freunde am Lesen vermittelt wird. Nicht nur in Burundi selbst können wir von Erfolgen berichten, denn auch in Deutschland wurden 2016 Fortschritte gemacht. So wurden beispielsweise 45 Mitglieder von Aktionsgruppen darin fortgebildet, sich für die Wiedereinschulung von Kindern einzusetzen.

Das wurde 2015 erreicht

2015 haben wir gemeinsam mit den Bewohnern sowie örtlichen Partnern die Grundschule in Bugendajoro saniert und mit 75 Tischen ausgestattet ( das Gebäude war während des Bürgerkriegs gleich zweimal zerstört worden). Die 997 Grundschüler haben sich sehr über diese Maßnahmen und die Eröffnungsfeier, die noch im Jahr 2015 stattfand, gefreut. Um die Anzahl der Kinder in einer Klasse zu minimieren, nimmt der Bedarf an Grundschullehrern ständig zu. Deshalb wurden im Jahr 2015 insgesamt 394 Grundschullehrer fortgebildet. Bildung ist der Schlüssel zu einem besseren Leben - aus diesem Grund haben wir 2015 über 1000 Eltern über die Wichtigkeit von Bildung aufgeklärt und da Lesen und Schreiben die Grundlagen einer guten Bildung sind, haben in diesem Jahr über 2000 Kinder an Lesecamps teilgenommen. Die über 17 000 vor Ort produzierten Lesehefte wurden größtenteils in Vorlesecamps verteilt. Zusätzlich fanden 2015 einige Schulungen für Mitglieder von z.B. Kinderschutzkomitees sowie über 50 Hygieneschulungen für Grundschulen statt.

Das wurde 2014 erreicht

2014 hat World Vision in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und der Schulbehörde eine weitere Schule errichtet: die neue Grundschule in dem Dorf Murehe. Das alte Schulgebäude war baufällig, schlecht ausgestattet und bot nur Platz für knapp 200 Schüler. Die neue Schule verfügt über acht geräumige Klassenzimmer und ein zusätzliches Gebäude für die Schulverwaltung. Der Unterricht muss jetzt nicht mehr in Schichten stattfinden. Stattdessen können alle Kinder gleichzeitig und gemäß ihrer jeweiligen Klassenstufe unterrichtet werden. Dank der Errichtung von zwei Wassertanks haben alle Schüler und Lehrer Zugang zu sauberem Wasser.

Pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres im September 2014 wurde die neue Schule eröffnet. Zur Einweihungsfeier kamen mehr als 650 Menschen aus der Umgebung und brachten ihre große Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck. Mittlerweile besuchen bereits 233 Jungen und Mädchen die komplett und behindertengerecht ausgestattete Grundschule. Mit der Zeit werden noch mehr Schüler erwartet! 

September 2013 bis August 2014 das wurde erreicht:

  • Grundschule in Murehe mit 8 Klassenzimmern, Toilettenanlagen, einem Büro für die Schulverwaltung und einer kleinen Bibliothek errichtet und ausgestattet
  • Sanitäre Anlagen und 2 Regenwassertanks errichtet
  • Handwaschvorrichtungen vor allen Klassenräumen errichtet
  • Rund 7.300 neue Bücher an die Büchereien im Projektgebiet geliefert
  • Rund 3.000 kinderfreundliche Lesehefte (Shellbooks) vor Ort produziert und an Büchereien sowie Vorlesecamps verteilt
  • Lehrerfortbildungen durchgeführt, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern (z. B. nachhaltige und kreative Förderung der Lesekompetenz bei Kindern)
  • Aufklärungsveranstaltungen für Lehrer, Schüler und Dorfbewohner zur Wichtigkeit von Bildung und Kinderrechten

Bücher sind Mangelware

Die in den Vorjahren im Projektgebiet errichteten Büchereien wurden 2014 mit neuem Lesestoff bestückt. In einer sorgfältigen Analyse haben unsere Projektmitarbeiter gemeinsam mit den Lehrern und Vertretern der Bildungsbehörde den Lesebedarf der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ermittelt, fehlende Bücher erworben und an die Bibliotheken geliefert. Viele Bücher mussten aus dem Ausland importiert werden, da sie auf dem lokalen Markt nicht erhältlich sind. Im ganzen Land gibt es nämlich nur eine einzige Buchhandlung und kein funktionierendes Buch- und Verlagswesen.

Allein das Angebot der Mehrgenerationenbibliothek wird monatlich mittlerweile von rund 3.000 Menschen genutzt. Vorschulkinder, Grundschüler und Jugendliche, die die weiterführende Schule besuchen, Lehrer, Mitarbeiter der lokalen Behörden sowie interessierte Erwachsene und Nachbarn zählen zu den Nutzern der Bibliothek. Die meisten kommen zum Lesen und Lernen, manche aber auch einfach aus Neugierde, weil die Bibliothek ein schöner und aufregender Ort ist, in dem es viel Neues zu entdecken gibt, und in dem Bücher, Comics und Illustrationen zum Stöbern und Träumen einladen. 

Wie geht es weiter?

Geplante Maßnahmen (bis voraussichtlich 2017):

  • Grundschule in Kigamba wird erweitert (3 Klassenzimmer, 1 Leseraum, sanitäre Anlangen, Anbau für Schulverwaltung)
  • Lehrern werden pädagogische und didaktische Fähigkeiten vermittelt, damit sie Schüler nachhaltig fürs Lesen begeistern
  • Lesefähigkeit der Kinder wird mit erprobten und kindgerechten Methoden regelmäßig überprüft
  • Das außerschulische Umfeld (Eltern, Erziehungsberechtigte, Nachbarn und Gemeindemitglieder) wird dabei unterstützt, Kindern das Lesen „schmackhaft“ zu machen (z. B. mit Vorlesecamps, die zunehmend in den Dörfern entstehen)
  • Bücher werden bereitgestellt und die Menschen lernen, wie sie kinderfreundliche und alltagsbezogene Lesematerialien selbst herstellen können
  • Mini-Büchereien werden errichtet und ausgestattet
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